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St.Wendelin auf dem Kinberg

Sigmarszell/Kinberg / Westallgäu

12. Mai 2008

Der Wendelinsritt findet jedes Jahr am 2. Sonntag im Oktober mit einer Messe im Freien statt

Die Erbauung dieses Kinbergkirchleins dürfte um 1670 erfolgt sein. Die Familie Küng muss dabei eine wesentliche Rolle gespielt haben, wenn sie mit ihren Initialien in der Glocke verewigt wurde. Die weite Entfernung zur Hauptpfarrei in Niederstaufen wird der Grund für den Bau von St.Wendelin gewesen sein. Seit 1728 sind hier Messfeiern nachgewiesen. In den Jahren 1926-1928 wurden Sakristei und Turm angebaut, eine Drainage gelegt, der Putz erneuert und neue Kirchenfenster eingesetzt. In dieser Zeit erhielt sie auch die 2. und 3. Glocke.


Der barocke Hochaltar wurde etwa 1680 geschaffen.

Zur Legende: Der Bauernheilige St.Wendelin war Sohn eines Königs in Schottland. Er verbrachte seine Tage als Einsiedler, Pilger und besuchte viele fromme Orte und wurde Bruder des Benediktinerordens. Nach seinem Tod als Abt des Klosters Tholey im Jahr 650 wurde er in seiner ehemaligen Klause beigesetzt und darüber eine Kapelle erbaut. Daraus wurde später das Kloster St.Wendel. Die Verehrung verbreitete sich über Deutschland Österreich und Schweiz. Das Gedenken an ihn wird am 20. Oktober, seinem Todestag, gefeiert.

Das Altarbild in der Wendelinskapelle auf dem Kinberg stammt von Gebhard Torsten (München 1928), der Altar selber aber wohl aus der Bauzeit der Kapelle.

Im Chorraum links wird durch einen aufgemalten Gedenkstein an den Pfarrer Xaver Bauer gedacht, der als Pfarrer von Niederstaufen bei einem Versehgang verunglückte und an den Folgen starb. Direkter Nachfolger wurde sein Bruder Ulrich Bauer, der das Wandgemälde anlässlich von Renovierungsarbeiten 1960 anbringen ließ.

Die Seitenaltäre dürften aus der Zeit 1760-1770 von einem einheimischen Schreiner stammen.
Der hl. Wendelin predigt Landleuten
Seit 1926 wurde der Wendelinstag mit besondere Festlichkeit begangen, so dass er im Freien abgehalten werden musste. 1931 wurde der Wendelinsritt eingeführt. Die Nachbarpfarreien von Niederstaufen und Scheidegg beteiligten sich mit Reitern an dieser Wallfahrt. Auf der Chorbrüstung sind die Teilnehmer des ersten Ritts verewigt (Bild anklicken).
Das Gitter zum Hauptraum wurde Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts als Schutz vor Vandalismus und Kunstraub eingebaut.
Quelle: Pfarrer J.B Wolfgruber, ergänzt von W.B. Sutter in einer neuaufgelegten Broschüre von 2000.
Sie ist in der Kapelle für 3 Euro erhältlich
Der Kienberg wird über den Haggenbach mit seinem Wasserfall entwässert.

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Aktualisiert am 02.01.2010

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